SAP BW on HANA - Gesteuerte Request Aktivierung

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    Der klassische Ansatz – SAP BW mit SAP Business Warehouse Accelerator

    Für Unternehmen, die ihre Finanzdaten über ein SAP Business Warehouse (BW) berichten, gab es über Jahre und vor SAP BW on HANA bzw. SAP BW/4HANA ein klassisches Setup: Das SAP Business Warehouse zur Zentralisierung der Datenhaltung wurde von einem SAP Business Warehouse Accelerator (BWA) zur Optimierung der Berichtsperformance unterstütz. Dieser Ansatz hat den Vorteil, dass Daten aus unterschiedlichen Datenübernahme-Prozessen bzw. Requests gleichzeitig für das Reporting bereitgestellt werden können, indem der entsprechende Index im BWA aktualisiert wird. Mit diesem sogenannten Roll-Up der Requests ließen sich verschiedene Anforderungen umsetzen: Sollten beispielsweise Zahlen erst zu einer bestimmten Uhrzeit oder nach Abschluss weiterer Ladeprozesse synchron veröffentlicht werden, so war im SAP BW mit BWA der verzögerte, gleichzeitige Roll-Up der Requests die Lösung.

    Alles neu mit SAP BW on HANA und SAP BW/4HANA

    Die durch SAP HANA verfügbaren Möglichkeiten einer „in-Memory Datenbank“ führen in allen Teilbereichen des SAP BW zu großen Performancegewinnen und Vereinfachungen bei der Administration. Auch ein Roll-Up der Requests ist damit nicht mehr nötig. Dieser Laufzeit- und Performancegewinn unter SAP HANA führt jedoch dazu, dass die vielfältig genutzte Steuerung der Request-Aktivierung mittels Roll-Up wegfällt. Im Standard ist ein neuer Request immer sofort für das Reporting verfügbar. Möchte man nun aber aus verschiedenen Quellen laden und erst nach Abschluss aller Ladeprozesse das Gesamtbild zum Reporting freigeben, so ist dies im Standard nicht mehr möglich.

     

    Manuelles Setzen des Status

     Als erster Lösungsansatz bietet sich an, die Statusverwaltung unter SAP BW on HANA oder SAP BW/4HANA in die eigene Hand zu nehmen. Jeder DTP lässt sich zwischen automatischer und manueller Statusverwaltung umschalten. Die Einstellung, die wir benutzen wollen ist "Set status manually". Dies führt zunächst dazu, dass der entsprechende Request nicht „grün“ wird, sondern trotz Abschluss des DTP auf „gelb“ bleibt und somit auch nicht im Reporting gezeigt wird.

    Ein tatsächliches manuelles aktivieren der Request wird jedoch in den meisten Fällen nicht gewünscht sein. Glücklicherweise gibt es im SAP BW einen Prozesstyp, mit dem ein Request in einer Prozesskette nachträglich auf „grün“ gesetzt werden kann. Vorstehende Anforderung wäre also gelöst.

    Jedoch gibt es noch einen Fallstrick: Falls der geforderte Prozessablauf es nicht möglich macht, den Request innerhalb derselben Kette zu aktivieren, funktioniert dieser Prozesstyp nicht mehr. Ein Grund hierfür kann beispielsweise die mehrfache Ausführung eines DTPs sein.

     

    Allgemeine Lösung – Aktivieren über Klasse CL_RSBK_REQUEST

    Wir möchten uns deshalb von den Einschränkungen des SAP BW Standardprozesstyps befreien, um unter SAP HANA eine Request-Aktivierung analog zu einem „Roll-Up“ unter dem SAP BW Accelerator zu erreichen. Hierzu können wir die SAP Klasse CL_RSBK_REQUEST nutzen. Über ihre Methoden GET_USTATE und SET_USTATE_GREEN lässt sich der Status eines DTP abfragen und grün setzen. Mittels eines auf dieser Klasse basierenden ABAP-Programms ist die manuelle Request-Aktivierung unter SAP BW on HANA und SAP BW/4HANA nun wie zuvor zu einem beliebigen Zeitpunkt möglich. Wie beim „Roll-Up“ mit dem SAP BW Accelerator ist darauf zu achten, dass das Zurückhalten einzelner Requests dazu führt, dass alle späteren Requests auch noch zurückgehalten werden. Insofern sollten derartige Ansätze ausschließlich dort angewendet werden, wo eine übergreifende inhaltliche Datenkonsistenz oder Datenfreigabe benötigt werden.

    Wenn Sie detailliertere Fragen oder weiteres Interesse an Lösungen mit SAP BW/4HANA oder SAP BW on HANA haben, kontaktieren Sie uns einfach über das Kontaktformular.

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    Themen: SAP Technologie, BusinessWarehouse, SAP BW, BW/4 HANA


    Tim Bremer

    Geschrieben von Tim Bremer

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